Tuesday, September 4, 2007

!!! I'M A COWBOY !!!

DAS WAR EINE DER BESTEN WOCHEN MEINES LEBENS...





Es ist soweit und ein Traum wurde wahr: Ich spielte fuer eine Woche Cowboy auf der Willow Lane Ranch in Granum. Wir waren 5 Leute unterschiedlichen Alters (Ich war fuer einmal der juengste), die gemeinsam diese Woche geniessen durften:Von Links nach Rechts: Brad (Kanada), Elisabeth (Kanada), der Gross (Schwiitz), Anne-Marie (Holland) und Brian (Kanada)

Ich war dann auch der einzige, der noch nie auf so nem Roessli geritten hatte... Mehr dazu spaeter... Die Ranch war wunderbar, hatte so ein kleines Blockhaus ganz fuer mich allein und konnte Gitaerelen so lange ich wollte:-)
Die Ranch, weit weit weg von jedem Laerm... Welcome to paradise!




Mein Huesli, huere gmuetlech und schoen!


Mein Huesli von innen. HOUZ ISCH HEIMELIG!


Die Gastgeberfamilie (LeAnne&Keith, unten auf der Treppe) mit Cowboy Cory (Wurde vom Pferd geworfen und hat sich das Handgelenk gebrochen) und Aupair Nadine (aus der Schweiz!)


Das waren wirklich prima Leute, das Essen war ausgezeichnet und die Stunden auf der Veranda mit Keith's Countrymusik sowieso... Doch nun zum Cowboysein: Am ersten Tag wurden uns die Pferde zugewiesen. Da ich gross bin habe ich das groesste Pferd bekommen mit dem Namen DODGER. Man sagte mir er sei ein lazy Guy, konnte mir in diesem Moment noch nicht so viel vorstellen... Hatte auch noch etwas Respekt vor diesen Riesenviechern, sind halt etwas groesser als unsere Esel diese Roessli... Dann der erste Schwung in den Sattel, bravouroes mit Stilnote 10.0 gemeistert. Erste Instruktionen wie man nach Links/Rechts/Vorne/Hinten (Ja, mein Pferd hatte einen Rueckwaertsgang!) geht. Dann los, wir ritten mal in die Berge, wuderschoene Landschaft, geiles Gefuehl auf nem Pferd zu sitzen, aber dae Cheib isch langsam gsi! So musste ich DODGER die ganze Zeit ueber Kicken, damit wir die Gruppe nicht unnoetig warten lassen mussten. Das Spazieren mit den Pferden ging relativ gut am Anfang, dann begannen sich aber meine Knie zu melden und meine Oberschenkel waren relativ schnell wund vom Sattel. Auf gut Deutsch die letzten 2 Stunden des Tages waren jeweils die Hoelle, und beim Absteigen am Schluss konnte ich kaum noch stehen, aber es war geil!!!! Den anderen ERFAHRENEN Reitern ging es genau gleich hehehe... Wir konnten dann auch jeden Abend ein Bierli geniessen auf der Veranda, das laesst einem so manchen Schmerz vergessen;-) Die naechsten Tage waren dann harte Cowboyarbeit, wie Rindertreiben, Kaelberjagen, Zaeune flicken... Es war genial! Hatte zwischendurch so meine Muehe mich im Sattel zu halten wenn ich DODGER dann mal dazu gebracht habe zu rennen (Dies war sehr sehr schwer...). Keine Ahnung was man macht wenn ein Pferd rennt, bei den anderen sah das so locker aus, mi hets huere im Zueg umepaenglet wo dae Cheib het aafo seckle! Aber eben, es war wunderbar, hier einige Eindruecke:


Zwe geili Sieche ;-)




Mittagspause in der freien Natur




Mein "CHEF" Keith, sein Bruder war John Wayne








Kuehe und Kaelber Treiben (Oder Jagen)







Bulldog, habe noch nie einen Hund so viel Rennen gesehen, Supertyp!



Fuer einmal ich auf nem Pferd (lazy DODGER)


Aussicht von der Veranda der Ranch, eifach geil!


Auch mit dem Lasso muss man umgehen koennen, jetz weisi wie me Froue foht... Muetter nehmt eure Toechter rein!




Aussicht von unserer Pferdewanderung. Wenn du auf nem Pferd (oder auch lazy Pferd wie DODGER) durch so ne Landschaft reitest kommt ein wunderbares Gefuehl auf!


Abendstimmung ueber meinem Huesli




Ausblick in die Ferne...



Neben all diesen Aktivitaeten hatten wir zwischendurch die Moeglichkeit ins Rancherleben Einblick zu erhalten. So durfte ich mit dem "CHEF" an eine Rinderversteigerung, die Tiere haben wir am Tag zuvor ins Tal getrieben. Abartig wie das abgeht! Die Tiere werden vor den Interessenten durch den Raum gejagt, waehrend der Auktionator (Oder wie der Typ auch immer heisst) schneller spricht als ich es verstehen kann, definitiv nichts fuer Berner... Habe ein Video mit Ton davon, muss ich unbedingt mal zeigen!

So sah das Ganze aus...



Draussen mussten die Tierli warten. Aus ihnen gibts uebrigens abartig gutes Fleisch! Mein erstes Alberta Beef war ein wahrhaftiger Knaller, hatte vor Freude laut herausschreien koennen als ich in diese zarte Stueck Fleisch gebissen habe....




Habe dann meinen Aufenthalt noch um einen Tag verlaengert, da in der Naehe ein Rodeo stattfand. Das war also ganz geil diues live zu sehen! Alles Cowboys unter den Zuschauern und die Bullen (Es war ein Bullridingevent) verdammi wild! War froh dass DODGER nicht so herumsprang... Nach zahlreichen Bieren und Drinks gings dann retour zur letzten Uebernachtung. Mich hats maechtig angeschissen zu gehen am naechsten Tag! Aber alles schoene geht mal zu Ende... Leider war direkt nach dem Paradies wieder die Grossstadt angesagt, krasser Kontrast! Doch noch ein paar Bilder zum Bullriding, leider schlechte, da meine CAM irgendwie nicht so wollte oder ich zuviel Bier getrunken hatte...


Calgary

Calgary, wieder mal eine Grossstadt. Es hat auch hier viele Menschen aber noch viel mehr arme Menschen. Der Weg vom Hostel in die Innenstadt ist relativ muehsam, da du von jedem 3. Typen fuer Kohle oder Zigis angequatscht wirst... Darum Sonnenbrille auf, Gring ache u Seckle, so kommst du ohne Schaden davon;-) Nein, sind eigentlich angenehme Bettler, Fragen ganz hoeflich ohne aggressiv zu werden... Wenn dann deine Stimme vom ewigen !NO! sagen heiser ist kannst du die Typen einfach ignorieren, immer noch das beste Rezept;-) Ansonsten ist Calgary eine ganz normale Grossstadt, keine absoluten Highlights fuer mich (Ausser vielleicht den Saddledome, das Stadion der Calgary Flames, welcher ein Dach in Form eines Pferdesattels hat. Ein geiles Erlebnis war auch der Calgary Tower, wo du auf Glasplatten 160 m ueber dem Boden stehst, ich brauchte 2 Versuche um da drauf zu stehen... Es waere interessant diese Stadt waehrend der Calgary-Stampede-Zeit (Anfang Juli) zu sehen, dann ist dort mega Rodeo/Party/Cowboys... Ich habe mich in Calgary vorbereitet fuer das Cowboysein, da mussten noch diverse Sachen eingkauft werden wie Cowboystiefel, Cowboyhut, etc. Hat echt geile Westernstores hier, ich haette sehr viel Geld ausgeben koennen, leider muss man das ganze Zeugs dann immer mit sich rumschleppen, darum habe ich mich etwas zurueckgehalten...
Eine kleine Story am Rande: Ich suchte eine akustische Gitarre hier in Calgary, kein Problem in einer 800'000 Menschenstadt... Habe ich mir gedacht... Ich brauchte diese Gitarre dringend, da die Entzugserscheinungen langsam zu stark wurden. ES GIBT NICHT EIN EINZIGES MUSIKGESCHAEFT IN DOWNTOWN CALGARY!!!!! Gottverdammi!!!! Fasch dueredraeit!!!! So musste ich in irgend so nem Seconhandladen eine kaufen, war noch sinnvoll und billig;-) Bin dann trotzdem noch aus der Stadt raus um Saiten und eine Schnurrengiige zu kaufen in nem richtigen Musikgeschaeft... Das Zeugs ist viel billiger hier als in der Schweiz, ich weiss wo ich das naechste Mal einkaufen gehe mit meinem Privatjet! Hier noch einige Bildli zu Calgary:

The Saddledome, leider keine Spiele der Flames zur Zeit

Etwas Stampedeiges habe ich doch noch gefunden

Ich steh auf Glas, verdammi hoch ueber dem Boden

Die Auswahl an Cowboyboots war sehr klein... Man sieht nur ca. 1/3 des Ladens...

Thursday, August 23, 2007

Canmore / Calgary Olympic Park

Und schon der 2. Post heute... Bin sehr fleissig heute...
Bevor wir uns in die Grossstadt gewagt haben, entschlossen wir uns in Canmore noch eine Nacht auch dem Lande zu verbringen. Canmore ist ein gemuetliches kleines Staedtchen vor Calgary, hat etwas weniger Berge als die vorherigen Kaeffer da die Rocky Mountains nur in der Ferne zu sehen sind. Am Nachmittag besuchten wir das besagte Stedli und nahmen uns seiner Sehenswuerdigkeiten an...

Das war eine Bierbrauerei;-) Verdammi guets Bier! Ebenfalls in Canmore habe ich dieses coole Schild entdeckt:

Schon noch hart wenn nur der Drummer durch den Vordereingang rein darf chchch...
Sonst gabs nicht so viel, wollten auch nicht ewig dort bleiben... Am naechsten Tag war der Calagry Olympic Park Ziel unserer Reise. Man erinnert hier an die Olypischen Winterspiele von Calgary im Jahre 1988. Es gibt neben 3 Sprungschanzen noch eine Bobbahn und andere Sehenswuerdigkeiten, aber es gibt auch viele Aktivitaeten... Wir haben uns auf nem Schlitten eine Eisbahn heruntergeschtuerzt, die leider sehr kurz war...

Der Start der Bobbahn war auch sehenswert, da dort die schnellsten Starter am trainieren waren. Eis, Zwoei, Drueueueueu! Doch der Bob wollte nicht wie wir...

Im Museum konnten Originaloutfits der damaligen Athleten besichtigt werden und es hatte ein kleines Hockeygame, bei welchem man auf eine Leinwand knallen kann... Selbstverstaendlich sind wir dort eine Weile haengengeblieben.

Mein persoenliches Highlight war die Sprungschanze. Von ganz oben fuehrte ein Stahlseil ueber die ganze Anlage auf einen gegenueberliegenden Huegel. Distanz ca. 500 meter und es ging verdammi z Loch ab (ca. 140 km/h Spitzengeschwindikeit). Man konnte sich mit einer Rolle am Stahlseil einhaengen und ueber die ganze Anlage schweben, fuer mich las Adrenalinjunkee ein absolutes MUSS... Und es war ein ganz geiles Gefuehl so 100 m ueber Boden!

Nun bin ich in Calgary, habe gestern Abend noch einmal ein Bierli gertunken mit Silvan bevor wir uns heute verabschiedet haben... Es gab da gestern Abend etwas Komplikationen in der Bar. Man darf ja hier nirgends rauchen und auf der Strasse keinen Alkohol trinken. Wir sassen auf einer Terasse und tranken ein Bier... Ich wollte eine Zigi, also bin ich aus der Terasse raus und habe am Gelaender zur Terasse eine geraucht (ca. 50 cm neben meinem vorigen Sitzplatz...). Dann hatte ich waehrend den Rauchen Lust auf nen Schluck Bier, Griff ueber das Gelaender und nahm diesen Schluck. 1 Sekunde spaeter war mein Glas weg, der Kellner hat gesagt no alcohol on Streets und Schluss... Etwas komisch und pingelig, aber er hatte eigentlich recht... Bekam dann das Bier nach einer sehr angenehmen Diskussion mit nem in der Schweiz verwurzelten Tuersteher wider aufgefuellt zurueck;-) Aber sie sind halt schon ein bisschen pingelig hier gegenueber solchen Sachen...

Jasper

Gruezi wiedermal,
Melde mich diesmal aus Calgary... Wider mal eine Grossstadt nach all der Natur, etwas sepeziell am Anfang, aber die Naehe und Anzahl der Einkaufmoeglichkeiten haben auch ihr schoenes... Mehr dazu aber spaeter.
Eben, wir haben ja in Jasper in nem Hostel uebernachtet und dies gleich fuer 2 Naechte (Sind beinahe sesshaft geworden). Nachdem wir unseren 'Ruhetag' so richtig genossen haben war wieder einmal etwas Action angesagt. So entschieden wir uns den Maligne Lake zu besichtigen. Wir mussten einen kleinen Moment fahren von Jasper aus, dies ist jedoch bei allem was man so auf und neben diesen Naturstrassen sehen kann ueberhaupt kein Problem. Am See angekommen wurden so schoene Motorboottouren abgeboten, nach dem Motto kurz ueber den See brettern (Besser Riesensee, zweit groesster Gletschersee der Welt), eine Insel anschauen und anschliessend wieder zurueckbrettern und das zu eine sehr stolzen Preis. Ich als Pontonier und Silvan als ehemaliger entschieden uns daher fuer die Variante Kanu... Anstrengend... Blasenbildend... Aber unheimlich schoen! Wo gibt es das schon dass man an einem Ufer entlang paddelt und am Ufer ist nichts, einfach nur die unberuehrte Natur. Wir haben dann auch ein paar Landgaenge gewagt, kamen uns vor wie Entdecker;-)



Auf der Rueckfahrt kam dann das Unfassbare! Da fahren wir so entlang des Medicine Lakes (Ein weiterer See...) und ploetzlich entdeckten wir wie stark sich alles spiegelt an der Wasseroberflaeche. Das war einfach unglaublich! Wir standen einfach nur am Ufer und staunten. Ein absolut unglaubliches Naturschauspiel, das leider von ein paar Idioten, welche Steine in das 100% glatte Wasser schmissen, gestoert wurde. Aber das waren sicher irgendwelche zuercher Touristen... Schaut euch das mal an, man erkennt die Wasserlinie kaum mehr, eifach geil!!!

Am naechsten Tag war dann eine Wildlife-Watching Tour angesagt. Uebernachtet haben wir in einem Wilderness-Hostel, ohne fliessendes Wasser und weit ab von jeder Zivilisation. Der Besitzer, ein deutscher Baeren- und Woelfeforscher, klaerte uns bereits am Anfang auf, dass es bei ihm viele Baeren hat wegen der Straeucher zwischen seinen Baracken... Wenn du nachts aufs WC musst, kommst du um einen kleinen Spaziergang im Walde nicht herum, da die WC's irgendwo im Wald stehen... Nervenkitzel pur! Aber eben, haben keinen Baerri getroffen... Bereits um 07h00 war Treffpunkt beim Veranstalter (Ja, auch wir muessen (duerfen) frueh raus zwischendurch...). Ziel war es, moeglichst viele Wildtiere (Vor allem Meister Pelz) zu sehen. Aber bereits am Anfang der Tour sagte unser Guide, dass er seit einer Woche keinen Baeren mehr gesehen hat. Super! Haben uns einen schoenen Baeren aufgebunden war der erste Gedanke. Nach einer Stunde aber konnten wir den ersten Meister im Pelz mit den Fernglas beobachten, Riesenglueck! War ein schoener Moment, leider war der kleine Schwarzbaer etwas weit weg, so war Fotografieren kaum moeglich. Ach ja, falls ihr hier mal ein Baerenfoto von ganz Nahe seht habe ich zu viel riskiert... Distanz ist hier eine sehr wichtige Vorsichtsmassnahme. Aber eben, der Baerri hat uns relativ schnell bemerkt und ist dann nach ein paar Minuten abgehauen, schade... Wir sind dann noch weiter mit dem Buessli durch die Weltgeschichte gefahren und haben ausser einem Falken viele Tiere gesehen, die wir bereits auf der Strasse angetroffen haben. Abgesehen vom Baeren und der Landschaft nicht gerade so der Hammer diese Tour. Trotzdem einige Landschaftsbilder:



Am Nachmittag sind wir bereits wieder aufgebrochen in Richtung Calgary. Ziel war Canmore, ein kleines Staedchen vor Calgary. Aber der Weg dorthin war von Sensationen gepraegt... Wenn man sehr viele Autos am Strassenrand sieht...

... sollte man anhalten, denn da gibts was zu sehen! Diesmal war es ein Hirsch mit Riesengeweih, kein Elch zwar, aber ein Prachexemplar. Haette man Hirschpfeffer fuer eine ganze Kompanie daraus machen koennen:

Wir konnten uns dann doch noch von diesem Tierli loesen und fuhren weiter einfach mal so nen Berg hinauf... Als die sehr sehr sehr holprige Strasse zu Ende war (Auch Silvans Auto war beinahe am Ende), kam als erstes wieder so ein wunderschoener Blaugruener See zum Vorschein, abartig:
Als wir uns von diesem abartigen Anblick erholt hatten sahen wir von weitem einen Gletscher, also los. Man hatte dort die Moeglichkeit, zu Fuss zum Gletschersee (Am Fusse des Gletschers) zu gehen. War wieder einmal abartig. Auf diesem Gletschersee schwammen Eisbergli, kamen uns vor wie in der Antarktis... Auch der Gletscher selbst war sehr sehr sehenwert, aber guckt mal die Bilder an:
Sodeli, soviel von Jasper... Gleich gehts weiter mit Canmore und dem Calgary Olympic Park...